Hovawartzucht vom Storchennest

Infos


Gefährliche Grünpflanzen für Hunde
 
Vielen Hundebesitzern ist gar nicht bekannt, welche Gefahren vom Grünzeug in Haushalt und Garten ausgehen. Manches kann sogar zum plötzlichen Tod der geliebten Haustiere führen. Mag es bei jüngeren Hunde mehr die Neugierde und der Spieltrieb sein, in dessen Eifer sie giftige Pflanzen aufnehmen, ist es bei älteren Tieren meist die Langeweile.
 
Auf manche Grünpflanzen sollte man daher besser verzichten, wenn ein Hund im Haus lebt.

Hier die wichtigsten im Überblick: Alpenrose, Alpenveilchen, Amaryllis, Anthurie, Aronstab, Azalee, Buchsbaum, Buschwindröschen, Christrose, Christusdorn, Clivie, Daphne, Dieffenbachia, Efeu, Eibe, Eisenhut, Fingerhut, Geranie, Ginster, Glyzinie, Goldregen, Hahnenfuß, Herbstzeitlose, Kaiserkrone, Kella, Kartoffelpflanze, Küchenschelle, Lebensbaum (Thuja), Lorbeer, Märzenbecher, Maiglöckchen, Mistel, Nachtschatten, Narzisse, Orchidee, Oleander, Pfaffenhütchen, Philodendron, Rittersporn, Scilla, Seidelbast, Stechpalme, Sumpfdotterblume, Tabakpflanzen, Thuja, Tomatenpflanzen, Trollblume, Tulpe, Wacholder, Wicken, Wolfsmilch, Wurmfarn, Yugapalme

Beachten Sie, dass auch das Trinken von Gießwasser in Pflanzentopf-Untersetzern für Hunde gefährlich sein kann, da darin Düngemittel enthalten sein können.


Die unterschätzte Gefahr
Vergiftungen durch Lebensmittel


Es gibt Nahrungsmittel, die wir Menschen fast täglich auf dem Speiseplan haben, die für uns gesund und bekömmlich sind, die aber bei unseren Hunden zu schweren, selbst tödlichen Vergiftungen führen können.
Dass Schokolade für Hunde tabu sein sollte, ist bekannt. Der giftige Wirkstoff ist Theobromin und je dunkler die Schokolade, desto höher der Theobromingehalt. Vergiftungserscheinungen wie Zittern, Atembeschwerden, Herzrhythmusstörungen zeigen sich erst nach Stunden, da das Theobromin sehr langsam gelöst wird.
Zwiebeln in jeder Form führen durch ihre Schwefelverbindungen (bei denen uns nur die Tränen kommen) beim Hund zur Hämolyse (Auflösung der roten Blutkörperchen). Symptome zeigen sich erst nach zwei bis drei Tagen. Hierzu gehören blasse Schleimhäute, Erbrechen, Durchfall, beschleunigte Herz- und Atemfrequenz.
Avocados enthalten Persin, eine Substanz, die für den Menschen ungefährlich ist, aber bei vielen Tierarten eine irreparable Schädigung des Herzmuskels verursacht. Die Symptome sind Husten, Atemnot, beschleunigte Herzfrequenz, Wassereinlagerungen an Hals und Bauch. Hier ist sehr schnelles Handeln angesagt.
Beim Steinobst sind die blausäurehaltigen Steine gefährlich, wenn sie zerbissen werden. Auch Tomaten sind durch Ihre Blausäure sehr gefährlich.
Die Symptome sind Übelkeit, Speicheln, Herzklopfen, Atembeschwerden.
Natürlich können die meist scharfkantigen Steine auch unzerbissen zu Verletzungen des Magen-Darm-Traktes führen.
Auch Kernobst sollten die Hunde nur in Maßen fressen, hier ist die Gefahr aber nicht so groß. Allerdings sind 10 Äpfel auf einem Spaziergang auch für einen ausgewachsenen Hovawart etwas viel.
Sehr gefährlich wiederum sind Weintrauben und noch gefährlicher, weil konzentrierter Rosinen. Welche Inhaltsstoffe gefährlich sind, ist noch nicht bekannt, sie führen aber innerhalb von 24 Stunden zu Nierenversagen. Frühe Symptome sind Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen.
Gewarnt wird auch vor rohen Bohnen und grünen oder gekeimten Kartoffeln.
Gefährlich für Kinder und Hunde ist das Zerkauen und Verschlucken von Zigaretten und Nikotinentwöhnungspflastern.
Krankmachende oder gar letale Mengenangaben sind schwer zu machen, da man immer das Alter, das Gewicht und den allgemeinen Zustand des Hundes im Zusammenhang sehen muss.
Bitte nehmen Sie bei Verdacht auf eine Vergiftung sofort Kontakt zu Ihrem Tierarzt auf.
Nehmen Sie Reste des verdächtigen Stoffes oder Erbrochenes mit. Handeln Sie schnell.
 
Giftnotruf: 1 92 40

Speziell mit Tiervergiftungen befasst sich:
Giftinformationszentrale in Mainz
Tel.: 06131 – 19240 (Notfälle)
Tel.: 06131 – 232466 (nicht akute Fälle, Beratung)
http://www.giftinfo.uni.mainz.de